
Battery energy storage system (BESS)
Sicherungslösungen für eine zuverlässige Energiewende.
Ausschaltvermögen bis 260 kA
Bemessungsstrom bis zu 2.000 A bei bis zu DC 2.000 V
Betriebsklassen gBat / aBat gemäß IEC 60269-7 & UL 248-21
Geeignet für Bank‑, Rack‑ und Modul‑Anwendungen
Optimale Absicherung von BESS-Systemen

Energie im Wandel – Speicher im Fokus
Der Umstieg auf erneuerbare Energien verändert die Stromnetze grundlegend. Um Strom aus Sonne und Wind auch bei schwankender Erzeugung zuverlässig nutzen zu können, braucht es leistungsstarke Speicherlösungen. BESS ermöglichen genau das: Sie speichern überschüssige Energie und geben sie bei Bedarf wieder ab – effizient, flexibel und nachhaltig.
Fehler vermeiden – Ausfälle verhindern
Eine fehlerhafte Auslegung von Sicherungen kann hohe Kosten durch Schäden oder Stillstand verursachen. Unsere BESS-Experten stehen Ihnen bei allen Fragen zur Seite und helfen, die passende Sicherungslösung für Ihr System zu finden – abgestimmt auf Technik, Anwendung und Sicherheitsanforderungen.
Innovation für eine nachhaltige Energiezukunft
Batteriespeichertechnologien entwickeln sich rasant weiter – wir auch. Unsere Entwicklungsabteilung arbeitet kontinuierlich an innovativen Sicherungskonzepten für höchste Ansprüche. Mit Produkten der Betriebsklassen aBat und gBat schützen Sie Ihre Systeme optimal und zukunftssicher.
Sie planen ein Speicherprojekt?
Vertrauen Sie auf die Expertise der SIBA GmbH.
BESS-Kompetenz im Überblick
- Sicherungslösungen von BESS-Experten
- Auswahl der passenden Sicherungen
- Innovative Konzepte
- Hochwertiges Produktportfolio
In komplexen Batteriespeichersystemen ist eine sorgfältige Schutzstrategie unerlässlich. Besonders wichtig: die selektive Auslösung von Sicherungen. Werden Schutzeinrichtungen in einem gemeinsamen Leitungszweig hintereinandergeschaltet, muss bezüglich der Ansprechströme und der Ansprechzeiten eine Selektivitätsbetrachtung durchgeführt werden. Eine präzise Planung und Dimensionierung der Sicherungen isoliert gezielt Überlast- und Kurzschlussfehler. Ein fehlendes oder falsch abgestimmtes Selektivitätskonzept kann zu unnötigen Ausfallzeiten, Sicherheitsrisiken und Folgeschäden führen.
Selektivität in Batterieapplikationen
Für die Selektivität zweier hintereinander geschalteter Sicherungen innerhalb eines gemeinsamen Leistungszweig ist zu beachten:
- Der Bemessungsstrom der vorgeschalteten Sicherung muss größer als der der nachgeschalteten Sicherung sein.
- Die Zeit/Strom-Kennlinien der beiden betroffenen Sicherungen müssen einen ausreichenden Abstand zueinander aufweisen. Dieser Abstand ist gegeben, wenn die Kennlinie der nachgeschalteten zur vorgeschalteten Sicherungen einen Abstand von 200 % in der Stromrichtung einhält. Ein Kennlinienvergleich im gemeinsamen Kennlinienraster ist unabdingbar.
- Das Schmelzintegral der vorgeschalteten Sicherung muss größer als das Ausschaltintegral der nachgeschalteten Sicherung sein. Dies gilt unter der Annahme, dass das kleinste Schmelzintegral und das größte Ausschaltintegral angegeben sind, wie dies für Halbleiterschutz-Sicherungen der Fall ist.
Lesen Sie auch den Experten-Tipp:
„10 entscheidende Faktoren bei der Sicherungsauslegung für BESS“
Insights & Impulse
Wenn aus einem technischen Fehler ein Flächenbrand wird
Ein Waldbrand ist kein Symbol. Es ist ein mögliches Szenario. Denn Batteriespeichersysteme (BESS) arbeiten mit hohen Energiedichten und Spannungen. Ein Kurzschluss oder eine Überlast können bei einer fehlerhaften Sicherungsauslegung schwerwiegende Folgen haben. Im schlimmsten Fall führt eine unzureichend abgesicherte Komponente zu thermischer Überhitzung, Lichtbögen oder sogar Bränden.
Zwischen 2017 und 2022 stieg die Anzahl der BESS-Installationen erheblich, während die Anzahl der Sicherheitsvorfälle nur geringfügig zunahm. Viele dokumentierte Brände betrafen ältere Systeme, die vor der Einführung moderner Sicherheitsstandards installiert wurden, wie zum Beispiel im September 2024 bei einem Brand in Kalifornien.
Moderne BESS-Systeme sind mit Überwachungssystemen, automatischen Löschsystemen und robusten Gehäusen ausgestattet, um das Risiko von Bränden zu minimieren. Im Falle eines Waldbrandes kann BESS als Notstromversorgung für kritische Infrastrukturen dienen, die durch den Brand gefährdet sind. Mobile BESS-Einheiten können zur Unterstützung von Löschmaßnahmen eingesetzt werden, indem sie Energie für Wasserpumpen und andere Löschgeräte bereitstellen.
In unseren spezialisierten Test- und Entwicklungseinrichtungen stellen wir sicher, dass jede Sicherung hält, was sie verspricht. Von der zerstörungsfreien Prüfung im Röntgenverfahren über klimatische Belastungstests bis hin zu praxisnaher Prozessoptimierung im Innovation Lab: Unsere Maßnahmen sorgen für höchste Zuverlässigkeit – auch unter extremen Bedingungen. Entdecken Sie, wie wir mit modernster Infrastruktur den Unterschied machen.
Röntgengerät
Blick ins Innere

Mit moderner Röntgentechnik prüfen wir die innere Struktur unserer Sicherungen – zerstörungsfrei und präzise. Dabei werden zentrale Merkmale wie Schmelzleitergeometrie, -lage sowie Lötstellen direkt im Produktionsprozess kontrolliert. Wo eine herkömmliche Sichtprüfung an ihre Grenzen stößt, ermöglicht die Röntgentechnik eine verlässliche Beurteilung verborgener Strukturen. Auch bei neuen Fertigungsabläufen trägt diese Methode zur frühzeitigen Erkennung potenzieller Fehler und zu einer konstant hohen Produktqualität bei. So stellen wir sicher, dass unsere Sicherungen durch kontinuierlich optimierte Entwicklungsprozesse den hohen Anforderungen unserer Kunden jederzeit gerecht werden.
Klimakammer
Präzision für anspruchsvolle Einsatzbedingungen

In unserer Klimakammer simulieren wir verschiedene Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit und Belastungszyklen – individuell abgestimmt auf die Anforderungen unserer Kunden. Unsere Tests gehen dabei über die Normvorgaben hinaus, da wir auch außerhalb der üblichen gewerblichen Umgebungstemperaturen prüfen können. So testen wir alle Sicherungsarten unter realistischen und extremen Bedingungen. Diese Prüfungen ermöglichen es uns, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und Produkte gezielt zu optimieren. Kunden profitieren von Sicherungen, die auch unter wechselnden oder extremen Umgebungen zuverlässig funktionieren. Durch eigene Tests können wir flexibel auf spezielle Kundenanforderungen reagieren und so höchste Qualität und Sicherheit gewährleisten.
SIBA Labor
Qualität verlässlich geprüft

Im firmeneigenen Labor führt SIBA umfangreiche Prüfungen an Schmelzsicherungen durch, darunter Kennlinien- und Zyklenprüfungen, Erwärmungsmessungen sowie Umwelt- und Belastungstests. Ziel ist es, die Funktion und Belastbarkeit unserer Produkte unter realen Einsatzbedingungen sicherzustellen.
Das Labor spielt eine zentrale Rolle in der Vorentwicklung neuer Sicherungen. Hier können erste Muster unter praxisnahen Bedingungen getestet werden, ohne Verzögerungen im Produktionsablauf. Auch in der laufenden Qualitätssicherung ergänzt das Labor die Fertigungsprüfungen durch stichprobenbasierte Tests nach definierten Standards.
So profitieren unsere Kunden von einem hohen und gleichbleibenden Qualitätsniveau, schnellen Reaktionszeiten und der Möglichkeit, individuelle Anforderungen präzise zu validieren. Das Labor schafft die Grundlage für innovative, zuverlässige Produkte – und stärkt das Vertrauen in unsere Lösungen.
Die Energiespeicherbranche befindet sich in einem fundamentalen Wandel. Neue Zelltechnologien, steigende Netzanforderungen, zunehmende Systemgrößen und die Kopplung mit Wasserstoff verändern die technischen Rahmenbedingungen tiefgreifend. Doch eines bleibt konstant: der Bedarf an zuverlässiger, leistungsstarker und zukunftssicherer Schutztechnik.
In vier Themenblöcken zeigen wir, was den Wandel der Speichertechnologien prägt – und wie wir als Spezialist für Schmelzsicherungen darauf reagieren.
Lithium-Ionen
Die dominante Technologie – aber wie lange noch?
Lithium-Ionen-Batterien sind der heutige Standard stationärer Energiespeicherlösungen. Ob in Containerlösungen für Gewerbe, Megawatt-BESS für das Netz oder als Pufferspeicher bei PV- und Windanlagen – die Technik ist skalierbar, verfügbar und weitgehend erprobt.
Doch die Weiterentwicklung läuft auf Hochtouren:
- Neue Zellformate (z. B. Blade, Prismatic, Pouch) setzen neue Standards für Energiedichte, Sicherheit und Packaging.
- Second-Life-Zellen aus E-Fahrzeugen werden vermehrt für stationäre Anwendungen vorbereitet – mit all ihren Herausforderungen bei Alterung, Streuung und Sicherheitsbewertung.
- Gleichzeitig forscht die Industrie intensiv an Festkörperbatterien, Natrium-Ionen-Systemen und anderen Alternativen – mit Blick auf Nachhaltigkeit, Verfügbarkeit und geopolitische Unabhängigkeit.
Was heißt das für uns als Hersteller von Schmelzsicherungen?
Schutztechnik muss mit diesen Entwicklungen Schritt halten – ohne sich auf eine Zellchemie zu verlassen. Denn egal ob Neu- oder Second-Life-Zelle, ob LFP oder Festkörper: Kurzschlussströme bleiben real – und das Risiko steigt mit jeder Skalierung.
Deshalb entwickeln wir bei SIBA Lösungen, die technologieübergreifend funktionieren – normgerecht, leistungsstark und modular integrierbar.
Unsere DC-Sicherungen bieten flexible Schutzkonzepte für heutige und künftige Zellgenerationen.
Wasserstoff als Langzeitspeicher
Konkurrenz oder Ergänzung zu Batterien?
Die Zukunft der Energiespeicherung wird hybrid sein – und grün.
Während Li-Ionen-Batterien ihre Stärken vor allem in der kurz- und mittelfristigen Speicherung (Sekunden bis Stunden) ausspielen, gewinnen Wasserstoffsysteme als nachhaltige Lösung für saisonale oder langfristige Speicherbedarfe zunehmend an Bedeutung. Regierungen fördern Power-to-Gas-Konzepte, Großelektrolyseure entstehen und die Rückverstromung gilt als essenzieller Baustein der Energiewende. Wasserstoff ist speicherbar, transportierbar und sektorübergreifend einsetzbar – allerdings energieintensiv in der Herstellung und verlustbehaftet in der Rückverstromung.
Die Frage ist also nicht entweder oder, sondern wie gut beide Technologien zusammenspielen. Gekoppelte Systeme schaffen neue DC-Zwischenkreise, neue Schalt- und Speicherstrukturen – immer im Dienst einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung. Auch Batteriesysteme bleiben ein unverzichtbarer Bestandteil, etwa zur Netzstabilisierung und Pufferung.
Ob Batterie, Wasserstoff oder Kombination: Sicherheit ist unverhandelbar. Und genau dafür liefern wir die passenden Lösungen.
Netzanforderungen steigen
Speicher als aktiver Netzpartner
BESS-Anlagen entwickeln sich vom passiven Speicher zum aktiven Netzpartner.
Neben der reinen Energiepufferung übernehmen sie heute Funktionen wie:
- Frequenzregelung (Primary/Secondary Reserve),
- Black-Start-Fähigkeit (Schwarzstart nach Netzausfall),
- Peak Shaving (Lastspitzenmanagement),
- und netzdienliche Einspeisung bei Spannungseinbrüchen oder -schwankungen.
Diese neue Rolle bringt hohe Anforderungen an die Reaktionszeit, Selektivität und Verfügbarkeit – gerade auch im Fehlerfall.
Die Schutztechnik spielt hier eine Schlüsselrolle.
Denn bei transienten Fehlern, Netzrückwirkungen oder internen Defekten muss ein System gezielt – aber kontrolliert – abgeschaltet werden können, ohne andere Speicherstränge, Netzverbindungen oder Infrastruktur in Mitleidenschaft zu ziehen.
Wir bei SIBA entwickeln Schmelzsicherungen, die diese hohen Anforderungen zuverlässig erfüllen.
Mit DC-Bemessungsausschaltvermögen bis zu 260 kA bei 1500 V liefern wir die Voraussetzung, dass Speicher nicht nur mitlaufen – sondern das Netz aktiv mitgestalten können.
Modularität und Skalierung
Der Wandel von MWh zu GWh
Die Energiespeicherbranche skaliert in neue Größenordnungen.
Was vor wenigen Jahren noch im MWh-Maßstab geplant wurde, geht heute in Richtung GWh – mit modularen, teils containerbasierten Einheiten, hochgradiger Parallelschaltung und zentralem Lastmanagement.
Mit jeder parallelen Batterieeinheit steigt die Komplexität – und vor allem die Gefahr von hohen potenziellen Kurzschlussströmen. Ein einzelnes Rack mag 10–20 kA Fehlerstrom liefern – bei Dutzenden parallelen Einheiten sind >200 kA realistisch. Diese Werte liegen deutlich über den Mindestanforderungen vieler Normen, z. B. IEC 60269-7 mit 30 kA Mindestwert.
Wir bei SIBA haben auf diesen Trend frühzeitig reagiert.
Mit dem gezielten Upgrade unserer Schmelzsicherungen der Betriebsklassen aBat und gBat für 1500V DC auf ein Bemessungsausschaltvermögen von bis zu 260 kA, bieten wir derzeit eine der stärksten Lösungen am Markt.
Diese Sicherungen sind nicht nur ein Schutzprodukt – sie sind ein strategisches Element für skalierbare, zukunftssichere Energiespeichersysteme. Denn nur wenn Schutztechnik mithält, kann Systemarchitektur wachsen.
Experten-Tipp
10 entscheidende Faktoren bei der Sicherungsauslegung für BESS
Ob bei der Planung eines neuen Batteriespeichersystems oder der Nachrüstung bestehender Anlagen: Die Auswahl und Auslegung der richtigen Sicherung entscheidet maßgeblich über Betriebssicherheit, Anlagenverfügbarkeit und Normenkonformität. In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen die 10 wichtigsten Aspekte, die Sie bei der Sicherungsauslegung beachten sollten – kompakt, praxisnah und fundiert.
Zyklische Belastung
Zyklische Belastung beschreibt das wiederholte Ein- und Ausschalten, das häufige Anfahren von Lasten oder regelmäßige Stromspitzen im Betrieb elektrischer Systeme. Diese dynamischen Belastungen wirken sich auf Sicherungen besonders dann aus, wenn sie nah an ihrer Bemessungsgrenze betrieben werden – z. B. in Anwendungen mit häufigen Lade- und Entladezyklen wie bei BESS.
Anders als bei einem einmaligen Überstromfall kann die wiederholte thermische und elektrische Beanspruchung zu Materialermüdung führen – mit Folgen für die Auslösecharakteristik, die Lebensdauer und die Zuverlässigkeit der Sicherung.
Sicherungen
Umfassender Schutz mit SIBA-Sicherungen.
Sicherungen
Portfolio-Erweiterung: gBat – Sicherungen für Batteriespeicheranwendungen DC 1000V.
Unser gBat-Portfolio ist ab sofort in den Größen NH1, NH2 und NH3 für DC 1000V verfügbar. Mit bis zu 400A bieten unsere Sicherungen höchste Sicherheit und Effizienz für Batteriespeicheranwendungen.

2055637 Fuse-Link
- Size
- NH1
- Dimensions
- Rated current
- 63A - 200A
- Rated voltage
- DC 1000 V
- Characteristic
- gBat
- Rated breaking capacity
- 100kA DC 1000V
2055737 Fuse-Link
- Size
- NH2
- Dimensions
- Rated current
- 200A - 250A
- Rated voltage
- DC 1000 V
- Characteristic
- gBat
- Rated breaking capacity
- 100kA DC 1000V
2056837 Fuse-Link
- Size
- NH3
- Dimensions
- Rated current
- 300A - 400A
- Rated voltage
- DC 1000 V
- Characteristic
- gBat
- Rated breaking capacity
- 100kA DC 1000V
Die Besten für BESS!
Ultra Rapid Sicherungen für die Betriebsklassen aBat und gBat mit einem Abschaltvermögen von bis zu 260 kA ermöglichen die Entwicklung von Netzkomponenten mit deutlich reduziertem Investitionsaufwand.
Ansprechpartner
Ihre SIBA-Experten für BESS-Anwendungen

Dipl. Ing. (FH) Dieter Franke
Technical Support

Thorsten Falkenberg
Global New Business Developer

Philipp Bremer
Team Lead Product Management
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